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Mitten in Sibirien, zwischen Steppe und
Taiga erstreckt sich der See
sichelförmig über eine Länge von
637 km (etwa die Strecke München
– Hannover) . Der Baikal ist der See der Superlative, er ist der grösste-
die Gesamtflaeche des Sees beträgt 31 500 km², der tiefste –
1637 m,
der älteste - mehr als 25 Mio Jahre alt und der schönste, wenigstens für uns,
die wir seine Ufer besiedeln.
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Mehr als 300 Flüsse und Bäche strömen aus den umliegenden Bergen in den Baikal, doch gibt es nur einen einzigen Abfluss, die Angara an der Südspitze des Sees. Die grössten Zuflüsse sind die Selenga, der Barguzin und die Goloustnaja. Das Selenga-Delta nimmt die Fläche von 546 Quadratkilometern. Es beherbergt ein riesiges Reservat für unzählige Vogelarten. Dieses weiträumige Gebiet mit der Vielfalt der dort lebenden Vogelwelt dient als Brut- und Rastgebiet für zahlreiche Wasservogelarten sowie auch für viele Zugvögel. Das Delta ist sehr günstig für Vögel als Futterquelle, weil es auf vielen umliegenden Inseln viele Fische und Insekten gibt. Zur Herbstzeit ziehen durch das Selenga-Delta über 5-7 Mio Vögel: Störche, Schwäne, silberne Möwen, Kibitze, Rohrdommeln, Sperlinge und noch eine Menge seltener Vogelarten. |
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Das besondere Klima des Baikal gibt bis heute viele Rätsel auf. Obwohl der See im Herzen Sibiriens liegt und die Temperatur hier im Winter bis 40 Grad unter Null fällt und die jährliche Durchschnittstemperatur im Minusbereich liegt, werden am Baikal mehr Sonnentage gezählt als in den Kurorten auf der Krim, die Sonne scheint an 280 Tagen im Jahr.
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Die Vielfalt der Naturerscheinungen am See ist beeindruckend: seltene Mondregenbogen, starke Stürme, Luftspielungen über dem See, warme Quellen, die im Winter an manchen Stellen das dicke Eis offenhalten, während einige Meter daneben minus 40 Grad herrschen. Im Spätherbst friert der See zu und beindruckt im Winter durch bizzare Eisgebilde auf der Oberfläche..
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Flora und Fauna der Baikalregion |
Der See und seine Uferzone bilden zusammen ein komplexes Ökosystem. Im See und seinem Uferbereich existieren ca. 2500 Pflanzen- und Tierarten. Etwa 60% der Tierarten und 15% der Pflanzenarten sind endemisch, das bedeutet, sie kommen ausschliesslich hier vor.
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Einige Teile der Biomasse im See sind der Wissenschaft bis heute unbekannt. Als Nahrung fressen sie organische Stoffe die nicht aus Photosynthese, sondern aus Chemisynthese entstehen. Derartige Biomassen waren typisch für Ozeane. Vermutlich vergleicht man den Baikal zurecht mit einem Ozean.
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- Die Grenzen des Weltnaturerbes
-Die Stadte, die aus der Liste des Weltnaturerbes ausgeschlossen wurden
1 - Severobaikalsk,
2 - Selenginsk
3 - Babuschkin, 4 - Baikalsk 5 - Sljudanka, |
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Von besonderem zoologischen Interesse sind die Baikalrobben (Phoca sibirica), die im russischem als "Baikalskiy Tjulen" oder "Nerpa" bezeichnet werden. Die erwachsenen Robben erreichen ein Gewicht von über 130 kg und werden bis zu 1,7 Meter gross. Die Robben gehören auch zu den Rätseln des Sees. Wie sie in den Baikal gelangt sind, ist bis heute nicht mit Sicherheit erwiesen. Die Wissenschaftler vermuten schon seit langem, dass während der Eiszeit die Nerpa aus dem Eismeer durch die Flüsse Jenisej und Angara in den Baikal gewandert sind. Andere Forscher meinen, dass sie durch den Fluss Lena zum Baikal gelangt sind, eine dritte Gruppe vertritt die Theorie eines geheimnissvollen unterirdischen Kanals, der den Baikalsee mit den Nordmeer verbinden soll. Aber bislang gibt es keine Beweise für diese Hypothese. Aufgrund von unterschiedlichen Faktoren reduziert sich die Zahl vieler, auch antrophogenischer, Vogelarten stark.
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